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Vom Versuch, eine Tür zu kaufen

Februar 4th, 2010 · 2 Kommentare

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So ein Wahlkreisbüro – was wir jetzt übrigens Bürgerbüro nennen – soll ja schön aussehen. Und praktisch soll es auch sein. Deswegen haben wir der Chefin eine Wand eingezogen, damit sie ein kleines Büro zum Arbeiten hat. Solch eine Wand setzt aber ein entscheidenes Utensil voraus, um tatsächlich sinnvoll zu sein: eine Tür. Also zog ich letzten Freitag zusammen mit Katja los, eine Tür zu kaufen. Dieser Versuch schlug – wie sollte es anders sein -  grandios fehl. Der Baumarkt-Verkäufer verkaufte uns die komplett falsche Tür. Diese war einfach zu groß. Und das obwohl ich alle Maße korrekt an ihn weitergegeben habe. Leider bekamen wir das erst mit, als die Tür in den extra dafür freigehaltenen Platz eingebaut werden sollte.

Also hieß es, eine Tür zu kaufen, die den Maßen entspricht. Mit freundlicher Unterstützung vom hilfbereitesten Menschen dieser Welt, Maik, fuhr ich gestern Abend nochmal los. Das gestaltete sich erneut schwieriger als gedacht. Im ersten Baumarkt erklärte man uns, man hätte zwar die gewünschte Türgröße, allerdings würde es die Zargenbreite, die wir benötigten (Die Zarge ist der Türrahmen), gar nicht geben. Sowas sei nur als Sonderanfertigung erhältlich. Merkwürdigerweise hatten wir im Baumarkt, in dem wir die zu hohe Tür kauften, Zargen mit der von uns benötigten Breite im Programm. Aber egal, die Ansage: “Ham  wa nich’ und kriegen wa auch nich’ mehr rein!” war bei uns angekommen.

Wir machten uns auf den Weg zum nächsten Baumarkt (Zwischendrin fanden wir im Übrigen eine Geldbörse, die Maik unter großen Aufwand an ihre Besitzerin zurückgeben konnte, ohne Finderlohn zu kassieren. Er ist halt der hilfbereiteste Mensch auf dieser Welt). Als wir einen alles anderen als hilfsbereiten Baumarkt-Menschen fanden und ihn unser Anliegen erklärten, schaute uns dieser nur fassungslos an. Türen hätten sie nicht, weil die Halle, in der die Türen verkauft würden, nicht begehbar sei. Dacheis würde dies verhindern. Das war der Moment, in dem ich innerlich mit mir, der Welt und der Tür abgeschlossen hatte. Doch Maik wäre nicht der hilfsbereiteste Mensch der Welt, wenn er mich nicht dazu gezwungen hätte, noch einen dritten Baumarkt anzufahren. Und in der Tat hatten wir dort endlich den gewünschten Erfolg. Das war dann relativ unspektakulär, aber so hätte es ja eigentlich von Anfang sein können. Jetzt liegt im Bürgerbüro – was wir früher Wahlkreisbüro nannten – eine Tür, eine Zarge und Bauschaum (den man irgendwie auch braucht). Und es hat nur zwei Stunden gedauert, um sie zu besorgen. Es hätte ja auch mal einfach gehen können. Aber immerhin: Es geht voran!

Tags: Arbeit (oder was sich so nennt)

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Michael Kostic // Feb 4, 2010 at 19:39

    He he.

    Na hoffentlich vergesst ihr bei der Montage mit Bauschaum nicht die Stempel einzusetzen ;-)

  • 2 Alex R. // Feb 11, 2010 at 12:31

    Ich habe gleich gesagt, ihr sollt keine Geheimnisse haben, also auch keine Türen ;-)

    Was ist außerdem mit den Bürgerinnen? Nennt es doch Menschenbüro, dass spricht auch die an, die keinen Bürgerstatus haben… :-)

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