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Über Gott, die Welt und Ponyhöfe

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Bibliothek des Wahnsinns

26. August 2009 · Keine Kommentare

Ich hatte ja schon letzte Woche so meine Probleme mit meiner Uni-Bibliothek. Allerdings waren sie in dem Fall selbst verschuldet. Jetzt scheint sich die Bibliothek zur Aufgabe gemacht zu haben, mich kurz vor Ende meines Studiums noch einmal in den Wahnsinn zu treiben. Beharrlich teilte sie mir mit, ich hätte neun Bücher ausgeliehen. Es wollten sich bei mir zu Hause aber nur sieben Bücher anfinden. Irgendwie waren zwei Bücher verschwunden. Nun muss man dazu wissen – und Leute, die mich gut kennen, wissen das auch: Ich bin nicht gerade der ordentlichste Mensch auf dieser Welt und in Zeiten des Schreibens einer Diplomarbeit hat man irgendwie andere Dinge im Kopf, als die Wohnung aufgeräumt zu halten. Es sei denn, man prokrastiniert, da habe ich aber anderes getan, als meine Wohnung aufzuräumen. Es war also recht chaotisch in meiner Wohnung, so dass es durchaus sein konnte, dass sich irgendwo noch  zwei Bücher versteckten. Als ich aber auch bei der dritten Durchsuchung meiner Wohnung (Schäuble wäre ob meiner Gewissenhaftigkeit bei der Fahndung nach den Büchern stolz auf mich gewesen) partout keine weiteren Bücher finden konnte, zweifelte ich langsam an mir selbst. Sollte es tatsächlich möglich sein, dass ich die Bücher irgendwie verschlampt hatte? Dass sie in jenem ominösen schwarzen Loch verschwunden sind, in dem auch Socken so gerne verloren gehen?

Weit gefehlt. Als ich gestern einem Geistesblitz folgend im offenen Magazin meiner Uni-Bibliothek nachschaute, stand da vollkommen unbeeindruckt von meinen Selbstzweifeln eines jener beiden Bücher im Regal, die ich eigentlich noch zu Hause haben sollte. Ich hatte das Buch also längst abgegeben und die doofe Bibliothek einfach nur vergessen, das zu registrieren. Das selbe galt für das zweite Buch. Damit war der durchschaubare Versuch der Uni-Bibliothek, mich in den Wahnsinn zu treiben, kläglich gescheitert. Das nächste Mal, liebe Mitarbeiter der Uni-Bibliothek, macht ihr einen Crash-Kurs im Karl-Liebknecht-Haus und lernt von den Meistern des “In-den-Wansinn-Treibens”.

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Wahlkampf analog

19. August 2009 · 1 Kommentar

Wahlkampf bedeutet nicht nur Plakate der Konkurrenz zu verschönern. Wahlkampf bedeutet vor allem, den Wahlkreis zu verschönern, indem man die eigenen Plakate hängt. Darum ging es gestern auch los. Natürlich habe ich brav mitgemacht und unter anderem Plakate der besten Direktkandidatin aller Zeiten gehängt.

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Ich bin ein Depp!

19. August 2009 · 2 Kommentare

Bild: Rudolf Schuba/Flickr.com (cc-by)

Bild: Rudolf Schuba/Flickr.com (cc-by)

Es muss raus, Leute! Ja, ich kann manchmal ein richtiger Idiot sein. Voranschieben muss ich, dass ich Bilbiotheken für eine ziemlich anstrengende Angelegenheit halte. Und zwar deshalb, weil man für einen einzigen Vorgang immer zweimal hin muss: einmal um ein Buch abzuholen und ein zweites Mal um ein Buch wieder abzugeben. Wenn die Bibliothek dann auch noch am anderen Ende der Stadt liegt und man zwei Stunden Fahrtweg dafür in Kauf nehmen muss, wird es dreimal so anstrengend.

Es trug sich also zu – gestern, um genauer zu sein – dass ich einen Teil meiner zahlreichen Bücher, die ich für meine Diplomarbeit brauchte, wieder zurück an meine Uni-Bibliothek bringen wollte.  Unter den vielen Büchern, die sich noch bei mir zu Hause stapelten, war haargenau eines, das schon überfällig war und deshalb unbedingt zurück musste. Ihr ahnt sicher so langsam was passsiert ist. Richtig: Ich habe gestern eine riesige Anzahl an Büchern, die grob geschätzt ungefähr eine Tonne wogen, zurückgebracht und dabei ausgerechnet das Buch nicht dabei gehabt, das unbedingt zurück musste. Jetzt kassiere ich eine zweite Mahnung und ich darf morgen nochmal zwei Stunden sinnlos durch die Stadt fahren. Schönen Dank auch.

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Wahlplakate 2.0

17. August 2009 · Keine Kommentare

Ihr habt vielleicht schon mitbekommen, dass sich ein paar findige Leute, die Wahlplakate der CDU vorgenommen haben, um damit ein bisschen Schabernack zu betreiben. Ein paar Ergebnisse kann man auf Netzpolitik.org bestaunen. Was man dort nicht sehen kann, ist mein äußerst geistreicher Beitrag. Den gibt es nur exklusiv bei mir! (Boah, das klingt! Sollte ich öfter behaupten…).

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Wer dieses Plakat selbst verschönern will, klickt einfach hier.

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Ich bin wieder da!

17. August 2009 · 1 Kommentar

Nun ja, eigentlich bin ich schon seit fast zwei Wochen wieder irgendwie da. Vor 14 Tagen hab ich nämlich endlich meine Diplomarbeit abgegeben. Ich hätte sicherlich gleich wieder hier was schreiben können. Aber soll ich euch was sagen? Ich hatte einfach keine Lust. Schlimm, was so eine Diplomarbeit alles anrichten kann. Man verliert irgendwie die Lust am Schreiben. Okay, nebenbei habe ich mich noch ein bisschen mit Wahlkampf für die beste Direktkandidatin, die wir jemals hatten, gekümmert. Und etwas gearbeitet habe ich auch. Aber geschrieben habe ich halt nicht. Das wird sich jetzt hoffentlich ändern. Jetzt müssen nur noch spannende Dinge passieren, über die ich schreiben kann. Zum Glück ist ja Wahlkampf. Da passiert immer was.

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Noch Fragen?

8. Juli 2009 · 5 Kommentare

Die Äußerungen von Bodo Thiesen, gewählter Funktionär der Piratenpartei schlug hohe Wellen im Netz. Inzwischen hat der Bundesvorstand Thiesen dazu aufgefordert, von seinen Äußerungewn Abstand zu nehmen. Oft wurde in der Diskkussion um die Wahl Thiesens als Ersatzrichter entgegengehalten, der Parteitag habe von den Vorwürfen nichts gewusst und ihn deshalb gewählt. Man schaue sich nur die Kommentare zu einem Beitrag auf f!xmbr an. Nun ist auf Youtube ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie die Wahl genau abgelaufen ist. Und siehe da: die Äußerungen von Bodo Thiesen wurden sehr wohl angesprochen. Erschreckend ist, dass die kritische Nachfrage sogar Gelächter im Saal erntet. Die Piratenpartei sollte sich dringend darüber Gedanken machen, ob sie Holocaustleugner tatsächlich in ihren Reihen akzeptieren will.

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Liebste Welt,

8. Juli 2009 · Keine Kommentare

Bild: Tobias Sieben/Flickr.com (cc-by)

Bild: Tobias Sieben/Flickr.com (cc-by)

ich bin ja nun wirklich nicht dafür bekannt, dass ich mich oft beschwere. Ich bin eher dafür bekannt, dass ich mich sehr oft beschwere. Aber ich habe ja auch allen Grund dazu. Wieso machst du mir mein Leben auch immer so verdammt schwer?

Vorgestern zum Beispiel war mal wieder so ein Fall. Es war ein typischer Montag, wie soll es auch anders sein. Da wollte ich eigentlich nur die neue Wordpress-Version aufspielen, ein ganz simpler Vorgang. Aber weil du, liebste Welt, es ja hasst, wenn was einfach geht, hast du natürlich wieder dafür gesorgt, dass es nicht einfach geht und mir erstmal meine Website kaputt gemacht. Das Problem ließ sich dann zwar mit wenigen Handgriffen lösen. Diese Handgriffe musste ich aber erst mal herausfinden und das kostete verdammt viel Zeit. Warum kann es denn nicht gleich funktionieren? Wieso musst du dir immer abwegige Probleme ausdenken?

Aber in “sich abwegige Probleme ausdenken” bist du ja ganz groß, liebste Welt, nicht wahr? Hast du gestern ganz toll bewiesen und dir damit selbst die Krone aufgesetzt. Da denkst du dir einfach mal aus, dass mein Macbook nicht mehr startet. Vermutlich weißt du selbst nicht mal, wie du das hinbekommen hast. Aber das ist dir sicher egal, das Ergebnis zählt. Aber das hat dir wohl nicht gereicht. Anstatt mich mit einem einzigen großen Problem zu konfrontieren, hast du mir bis zur Lösung dieses Problems viele weitere kleine Problemchen in den Weg gestellt und sobald ich eines davon gelöst hatte, hast du mir gleich ein neues beschert. Du solltest mittelmäßige Adventures programmieren.

Du willst Beispiele? Die kann ich dir geben. Nachdem jeder Versuch der Rettung meines Betriebssytems scheiterte, war mein Hauptanliegen natürlich die Rettung diverser Daten. Clever wie ich bin hatte ich noch ein Gehäuse für eine externe Festplatte, in das ich die Macbook-Festplatte einbauen wollte. Ich fand es aber nirgends, weil du, liebste Welt, es natürlich sehr gut versteckt hattest. Als ich es dann endlich fand, stellte ich fest, dass ganz, ganz kleine Schräubchen das Gehäuse zusammenhielten. Die waren so klein, dass kein normaler Schraubenzieher helfen konnte. Hast du dir toll ausgedacht. Als ich dann endlich einen entsprechenden Schräubchenzieher in meiner Werkzeug-Sammlung fand und die Festplatte einbauen konnte, hast du dir gleich mal was neues ausgedacht. Die Dateisysteme meines Macs und meines Windows sind nicht kompatibel, ich konnte also die Daten nicht einfach hin und her kopieren, ich musste mir erst ein Programm suchen, dass die Daten umwandelt. Und so ging es den ganzen Abend weiter. Nach vier Stunden hatte ich dann endlich wieder ein funktionierendes Macbook.

Liebste Welt, ich gebe mich geschlagen. Du hast gewonnen. Du bist Herrin und Meisterin, ich sehe es jetzt ein. Ich versuche nicht mehr gegen dich zu kämpfen, werde alles klaglos hinnehmen. Jetzt, wo ich das endlich eingesehen habe, kannst du mich doch endlich in Ruhe lassen, oder?

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Jetzt noch schöner!

6. Juli 2009 · Keine Kommentare

Nein, ich rede nicht von mir, ihr elenden Schleimer! Ich rede natürlich von meiner Website, die in einem neuen Gewand erstrahlt. Wie ihr sicher bemerkt habt, habe ich ein bisschen an meinem Design gedreht. Jetzt ist alles ein bisschen heller und freundlicher und damit wesentlich passender zu meiner überaus freundlichen Natur. Ich hoffe es gefällt euch.

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Warum man die Piratenpartei nicht wählen sollte

6. Juli 2009 · 5 Kommentare

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Seit kurzem grassiert vor allem im Internet ein regelrechter Hype um die Piratenpartei. Angefeuert durch unsägliche Beschlüsse der Großen Koalition – allen voran die Internetsperren – haben es die Piraten bei der Europawahl aus dem Stand immerhin auf 0,9 Prozent geschafft und ihre Mitgliederzahlen explodieren derzeit gerade zu. Ich muss sagen, ich fand den Erfolg bei der Europawahl durchaus sympathisch. Doch nun ist der erste Parteitag nach der Europawahl vorüber und ein Bundestagswahlprogramm beschlossen.  Was bleibt ist vor allem Ernüchterung. Ich persönlich kann nur davon abraten diese Partei zu wählen und möchte das anhand von 4 Gründen ausführen.

1. Die Piratenpartei ist die sprichwörtliche Katze im Sack

Der Parteitag der Piraten hat eines gezeigt: So wirklich einig ist man sich nicht. In Sachen Netzpolitik gibt es bei den Piraten unterschiedliche Positionen, die einen radikal, die anderen weniger radikal. Das ist in Ordnung, das gehört zu Parteien dazu. Insgesamt sind diese Positionen auch sehr in Ordnung. Aber die Welt ist mehr als das Internet. Positionen zu anderen wichtigen Themen sucht man bei der Piratenpartei vergeblich. Keiner weiß, welche Positionen sie in der Sozialpolitk, Umweltpolitik, Wirtschaftspolitik, Finanzpolitik etc. pp. im Bundestag vertreten würde? Das weiß sie noch nicht mal selbst. Sie wird dazu im Bundestag trotzdem Stellung beziehen müssen. Die Abgeordneten der Piratenpartei können ja nicht jeder Abstimmung, die nichts mit Netzfreiheit zu tun hat, fern bleiben. Vielleicht ist sie ja plötzlich für den größten wirtschaftsliberalen Nonsens, so wie die schwedischen Piraten. Dann machen sie vielleicht tolle Netzpolitik aber eime verfehlte Wirtschaftspolitik. Man weiß also nicht mal, welche Positionen düberhaupt zur Debatte stehen, es gibt nämlich gar keine. Warum sollte man also eine Partei wählen, die sich bisher weigert, in solch entscheidenden Fragen irgendwie Stellung zu beziehen?

2. Die Piratenpartei zieht merkwürdige Politker an

Im Zuge des Parteitages wurde bekannt, dass es in der Piratenpartei Politker mit sehr eigenartigen Ansichten gibt und es dort sogar in Funktionen schaffen. Ich meine hierbei insbesondere Bodo Thiesen. Der ist damit aufgefallen, dass er Holocuast-Leugner verteidigte. Ich zitiere mal einer seiner vielen Einlassungen dazu:

Solange der Holocaust als gesetzlich vorgeschriebene Tatsache existiert, sehe ich keine Möglichkeit, diesen neutral zu beschreiben. Zur Erinnerung an vergangene Zeiten. Es gab auch mal andere Doktrinen, z.B. die “Tatsache”, dass die Erde eine Scheibe sei. Diese Doktrin unterscheidet sich von der Holocaust-Doktrin im wesentlichen durch folgende Punkte: 1.) Heute existiert diese Doktrin nicht mehr, daraus folgend konnte 2.) offen darüber diskutiert werden, und Nachforschungen angestellt werden, und daraus folgt 3.) daß festgestellt wurde, daß diese Doktrin schlicht falsch war. Soviel zum Thema Neutralität.

So, auf die Argumente zum Holocaust selbst gehe ich nicht ein, weil ich das auf Grund des § 130 Abs 2 StGB nicht darf. –Bodo Thiesen 14:16, 16. Jul 2004 (CEST)

Quelle

Solche Positionen sind untragbar! Dennoch distanzierte sich die Piratenpartei davon nicht, im Gegenteil machte man ihn auf dem Parteitag zum stellvertretenden Protokollanten. Das zeigt ganz deutlich, dass die Piratenpartei eben jene Katze im Sack ist, wie im ersten Punkt schon angesprochen. Offensichtlich scheint es der Partei egal zu sein, was ein Funktionär sonst noch so für Positionen vertritt, solange man für Netzfreiheit eintritt. Das halte ich für hochgradig gefährlich, vor allem für die Piratenpartei selbst.

3. Die Piratenpartei ist unreflektiert gegen alle

Was mich fast am meisten nervt, ist das unreflektierte Verhalten vieler Pirantenparteifunktionären, -mitgliedern und -sympathisantInnen. Anstatt sich nach Bündnispartnern umzusehen, die man bräuchte, um ihre Positionen durchsetzen zu können, wird stattdessen wahllos auf alle draufgehauen. Auch auf eben jene kleinen Parteien, die in puncto Netzfreiheit fast identische Positionen haben. Das mag man derzeit noch unter Wahlkampf abtun. Ich frage mich aber, wie die Piratenpartei ihre Positionen durchsetzen will, wenn sie auf ihrem Wahlparteitag erklärt, mit nichts und niemanden zusammenarbeiten zu wollen. Das ist für mich unpolitisch, schließlich geht es nicht nur darum Positionen zu benennen, sondern sie vor allem auch umzusetzen. Stattdessen will die Piratenpartei das Internet ganz alleine retten. So wird sie nie dazu kommen, ihre Positinen umzusetzen. Was hat man also davon, wenn man die Piraten wählt?

4. Mit der Wahl der Piratenpartei schwächt man die Position der Netzfreiheit

Es klingt etwas paradox hat aber etwas mit dem deutschen Wahlsystem zu tun. Wenn man die Piraten wählt, stärkt man ausgerechnet die Union und damit den derzeit schlimmsten Feind jeglicher Freiheit im Netz. Warum ist das so?

Bei allem Hype wird die Piratenpartei den Sprung in den Bundestag nicht schaffen. Das heißt jede Stimme an die Piratenpartei ist im Prinzip eine verlorene Stimme. Diese könnte man aber viel eher eine der drei kleineren Parteien geben. Diese haben ähnliche Positionen wie die Priaten, sind aber im Gegensatz zur Piratenpartei bereits im Bundestag vertreten und haben damit die reelle Cance diese auch durchsetzen zu können. Dazu müssen sie aber auch stark werden. Denn je stärker sie werden, desto schwerer wird es einer der großen Parteien fallen, sie zu Kompromissen zwingen zu können. Wähl man sie nicht, stärkt man damit automatisch die Union. Das hängt mit der Berechnung der Sitze zusammen, bei der nur die Stimmen berücksichtigt werden, die für Parteien abgegeben werden, die in den Bundestag gekommen sind.  Die Union dürfte sich also über eine starke Piratenpartei also sogar eher freuen. Schließlich ist ihrer Wählerschaft im besten Fall die die Netzfreiheit egal, im schlimmsten sind sie sogar dagegen.

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Drei Erkenntnisse

21. Juni 2009 · 1 Kommentar

Bild: Das graue Schaf

Bild: Das graue Schaf/Flickr.com (cc-by-nc)

Parteitage sind immer für die ein oder andere Erkenntnis gut. Der heute in Berlin zu Ende gegangene Bundeswahlparteitag unserer schönen Partei bescherte mir derer drei.

Erkenntnis Nummer 1: In Zeiten von Schweinegrippe, Verzeihung: Mexiko-Grippe, noch mal Verzeihung: Neue Grippe ist es doppelt ärgerlich, wenn man erkältet ist. Man muss sich nicht nur mit den ganzen Krankheitssymptomen rumschlagen, man muss nun auch nach jedem Nieser, nach jedem Huster und nach jedem Schnäuzer erklären, man habe keine Schweinerippe sondern nur eine ganz normale Erkältung. Auch führen sich die Menschen in der unmittelbaren Umgebung deutlich anders auf als früher. Es traut sich nämlich gar keiner mehr wirklich an einen ran und wenn dann nur mit einem deutlich in Panik verzerrten Gesicht.

Erkenntnis Nummer 2: Wenn man morgens um halb Acht unterwegs sein muss, um rechtzeitig um Arbeitsbeginn beim Parteitagsgebäude zu sein, begegnet einem das Schlimmste, was diese Gesellschaft nach Fahrradfahren jemals hervorgebracht hat: Jogger. Diese hätte ich nie um diese Uhrzeit an einem Sonntag (!) auf der Straße erwartet. Leute, die sowas machen, sind doch einfach nur verrückt.

Erkenntnis Nummer 3 hat dann endlich auch mal was mit der Partei zu tun: DIE LINKE hat wohl doch etwas mehr von der PDS geerbt als so mancher gedacht hätte. Zumindest ist unsere schöne neue Partei offensichtlich in der Lage wie die PDS immer zum richtigen Zeitpunkt – also vor allem dann, wenn in den Medien eine Spaltung herbeigechrieben wird – wieder schrecklich langweilig zu werden.

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