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Massiver Rückgang der Rohstahlproduktion – SPD Schuld?

11. Mai 2009 · Keine Kommentare

Bild: Andreas Krautwald/Flickr.com

Bild: Andreas Krautwald/Flickr.com (cc-by-nc)

Nach dem heute Vormittag vermeldet wurde, dass die Rohstahlproduktion rekordverdächtig zurückgegangen ist, machte sich allenthalben Sorge um das Bundestagswahlergebnis der SPD breit. Jetzt melden sich Stimmen, die einen ganz anderen Blickwinkel auf diese fatale Nachricht eröffnen. So ließ ein nicht näher genannter Politiker der Partei DIE LINKE verlauten: “Wenn die Rohstahlproduktion derart massiv einbricht, dann kann niemand anderes als die SPD daran Schuld sein.” Hätte die SPD eine bessere Politik betrieben, würden ihr Wahlergebnisse besser aussehen, so der Politker weiter, der immer noch nicht seinen Namen nennen will. “Da es einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen den Ergebnissen der SPD und der Stahlproduktion gibt, würde ein besseres Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl natürlich auch zu einer höheren Produktion von Rohstahl führen und damit zahlreiche Arbeitsplätze sichern. Wieder einmal beweist die SPD wie durch und durch unsozial sie ist.”

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Ist die SPD für immer verloren?

11. Mai 2009 · 2 Kommentare

Nach einem alten Gesetz kann man die Wahlergebnisse der SPD anhand der Rohstahlproduktion wunderbar vorhersagen. Demnach richtet sich das Wahlergebnis der SPD nach der Rohstahlproduktion in Millionen Tonnen im jeweiligen Jahr der Bundestagswahl. Bisher konnte  fast jedes Wahlergebnis der SPD damit prognostiziert werden. Es sieht also nicht gut aus für die SPD: “REKORD-RÜCKGANG: Stahlproduktion bricht um mehr als 50 Prozent ein”.

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10 Jahre

8. Mai 2009 · Keine Kommentare

Am 8. Mai 1999 gab ich mir endlich einen Ruck und füllte eine Eintrittserklärung der PDS aus. am heutigen 8. Mai 2009 bin ich also 10 Jahre Mitglied dieser Partei, die sich jetzt DIE LINKE nennt. Rückblickend war es eine aufregende Zeit, die nie langweilig wurde und wohl auch in Zukunft nie langweilig werden wird. Aber warum ist das nur schon wieder 10 Jahre her?

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Tu’s einfach!

29. April 2009 · 1 Kommentar

Was würdet ihr tun, wenn ihr einen Anruf bekämt, der in etwa so lautet: “Komm ganz schnell her und mach mir die Klo-Tür von außen auf. Frag nicht, warum. Tu’s einfach!” Ihr würdet natürlich ganz schnell aufspringen und dieser Bitte (oder sollte man es Aufforderung nennen?) nachkommen. Vielleicht lasst ihr vor der Tür noch den einen oder anderen hämischen Kommentar ab. Wenn dann der Anrufer aber mit einer Türklinke in der Hand vor euch steht , wisst ihr, warum der Anrufer am Telefon so verzweifelt klang.

Der Anrufer war ich. Der Angerufene war Mark. Und die Toilette, aus der ich nicht mehr rauskam, befand sich im Karl-Liebknecht-Haus. Ab sofort wird mich immer dann, wenn die Natur ruft, die Angst begleiten, nie wieder diese Toilette verlassen zu können. Ein beklemmendes Gefühl, dem man sich eigentlich sehr ungern aussetzen will. Aber ich habe keine andere Wahl. Die Alternative wäre weit schrecklicher, nämlich auf Kaffee zu verzichten.

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Pro Reli scheitert klar

26. April 2009 · Keine Kommentare

proethik

Am heutigen Tage waren 2,45 Millionen Berlinerinnen und Berliner dazu aufgerufen über die Zukunft des sogenannten Ethikunterrichts zu entscheiden. Sollte es weiterhin einen für alle von der siebten bis zur zehnten Klasse verpflichtenden Ethikunterricht geben oder sollte es künftig die Möglichkeit geben, zwischen Ethik und Religion zu entscheiden, für die die von Vertretern der Kirche, CDU und FDP unterstützen Initiative Pro Reli kämpfte.

Bei einer Wahlbeteiligung von gerade einmal 29,2 Prozent votierten nur 48,5 für ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion. 51,3 Prozent stimmt dagegen und damit für die Beibehaltung des bisherigen verpflichtenden Ethikunterrichts. Damit scheiterte Pro Reli gleich doppelt. Zum einen verfehlte man die Mehrheit der “Ja”-Stimmen, zum anderen scheiterte man auch am nötigen Quorum. Das schreibt vor, dass mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten (also nicht nur der, die hingehen) für den Volksentscheidstimmen mussten. Die Zustimmung lag bei gerade einmal 14,2 Prozent.  Damit konnte sich das Bündnis Pro Ethik, das von Gewerkschaften, SPD, Linke und Grüne unterstützt wurde, durchsetzen.

Eine deutliche und eine gute Entscheidung für Berlin. Es bleibt bei einem Unterrichtsfach, das für alle verpflichtend ist, in dem sich Schüler aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen miteinander über Werte ud Bräuche der jeweils anderen austauchen und vor allem Gemeinsamkeiten entdecken können. Gerade in einer derart multi-kulturell geprägten Stadt wie Berlin ist dies eine unabdingbare Hilfe, um gegenseitigen Respekt aufzubauen. Religionsunterricht wird (wie zu vor auch) weiterhin freiwillig angeboten. Jeder, der also will, kann zusätzlich Religion belegen.

Über die Gründe des Scheiterns von Pro Reli lässt sich viel spekulieren. Einige meinen, das gute Wetter sei der Grund. Die Leute seien lieber raus in der Natur unterwegs gewesen las abstimmen zu gehen. Diese Begründung finde ich etwas merkwürdig. Sonst wird gutes Wetter immer als Begründung für eine hohe Wahlbeteiligung herangezogen.

Ich persönlich sehe zwei Gründe für das Scheitern: Zum einen ist es Pro Reli nicht gelungen, ihre eigene Klientel zu mobilisieren. Die Wahlbeteiligung in traditionell konservativen und damit eher christlich geprägten Bezirken wie Steglitz-Zehlendorf war zwar recht hoch. Die Zustimmung war mit knapp 66 Prozent dagen zwar deutlich, aber unter den Erwartungen.

Der zweite Grund ist meiner Meinung nach, die Werbekampagne und das generelle öffentliche Auftreten von Pro Reli. Da wurde die Frage des Volksentscheides zu einem Kulturkampf zwischen Ost und West hochstilisiert, in dem es um nichts anderes als um die Freiheit geht. Das hatte zwar schon bei der Abstimmung um den Weiterbetrieb des Flughafen Tempelhofs nicht funktioniert. Aber man macht die gleichen Fehler halt gerne öfter. Garniert wurde das ganze mit allerhand A-, B-, C- und vor allem D-Promis, allen voran Günther Jauch.

Dabei übertrieb man es aber ein bisschen. Herausragend war wieder einmal die BILD-Zeitung, die sich nicht erblödete die Zustimmung zu Pro Reli damit zu begründen, dass man doch nur mit einem Wahlpflichtfach Religion/Ethik die Schüler aller Religionen und Kulturen an einen Tisch zu bekommen. Dass genau das das Ziel des Ethikunterrichts ist, was auch nur dann erreicht werden kann, wenn dieses Fach für ALLE verpflichtend ist, scheint der BILD entgangen zu seien. Das ging dann an Falschinformation wohl einfach zu weit. Dabei war dies nicht einmal die einzige. So behauptete man bei Pro Reli, dass der Religionsunterricht in Berlin abgeschafft wurde. Das ist falsch. Es bestand schon immer die Möglichkeit, das Fach Religion freiwillig zu belegen. Diese Möglichkeit gibt es auch weiterhin.

Letztlich scheiterte der Volksentscheid erneut am Osten. Hier war die Ablehnung teilweise besonders groß. In Lichtenberg stimmten 78 Prozent dagegen, in Marzahn-Hellersdorf 77 Prozent. Aber auch Bezirke, die überwiegend westlich geprägt sind (als Beispiel sei hier Mitte genannt, der vor ein paar Jahren aus dem ehemaligen Ostbezirk Mitte und den beiden ehemaligen Westbezirken Tiergarten und Mitte zusammengelegt wurde: Hier stimmten 55 Prozent dagegen), wurde ProReli mehrheitlich abgelehnt. Es zeigt sich damit sehr deutlich: Mit Themen, die die Stadt spalten, kann man in Berlin nichts gewinnen. Man kann nur gewinnen, wenn man auf Themen setzt, die alle unterschiedlichen Teile der Stadt (Ost und West, religiös und atheistisch, muslim und christlich etc. pp.) zueinander führt. Genau dafür steht symbolisch der Ethikunterricht. Und genau deshalb ist es gut, dass ProReli auf ganzer Linie gescheitert ist.

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Ja, ich weiß!

15. April 2009 · Keine Kommentare

Liebe Welt beziehungsweise liebe Menschen, die in dieser Welt leben, ihr müsst mich nicht permanent darauf hinweisen, dass ich zugenommen habe. Ich weiß, dass ich einen dicken Bauch bekommen habe und ich weiß, dass ich im Gesicht etwas rundlicher geworden bin. Also brauche ich diese vielleicht sogar nett gemeinten Hinweise – manchmal gepaart mit Ratschlägen, wie man etwas dagegen tun kann – nicht. Vielen Dank!

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Kaufhof verbietet “Killerspiele”

18. März 2009 · Keine Kommentare

cs

Bild: aditza121/Flickr.com (cc-by-nc)

Diverse CSU-Granden fordern das Verbot sogenannter “Killerspiele” (damit sind vor allem Spiele gemeint, in dem man virtuell Menschen abschießen muss) in aller Regelmäßigkeit. So richtig durchsetzen konnte man sich damit nie. Nicht nur deshalb, weil noch immer kein wisschenschaftlicher Beleg erbracht werden konnte, dass das Spielen solcher Spiele, dauerhaft zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft führt.

Dem Kaufhof scheint das alles nicht schnell genug zu gehen und beschloss mal fix, Spiele, die ab 18 Jahren freigegeben sind, aus ihrem Sortiment zu nehmen. Natürlich wegen des Amoklaufes in Winnenden. Dass der stattfinden konnte, wird schließlich ausschließlich den ach so schrecklichen “Killerspielen” zur Last gelegt. Dass ein 17jähriger ohne Probleme an eine Waffe und Munition herankommen konnte, wurde zwar irgendwie mal andiskutiert, aber diese Debatte verschwand recht schnell wieder. Man könnte ja Lobbyisten verprellen. So dauerte es nicht lange, schon drehte sich die Debatte wiedereinmal um Ego-Shooter und Co. Auf diesen Zug scheint Galeria Kaufhof jetzt aufspringen zu wollen.

Nun steht es jedem Unternehmen komplett frei, welche Produkte es verkauft oder nicht. Peinlich ist die Aktion trotzdem. Schließlich sind Spiele ab 18 in Deutschland für Erwachsene legal erhältlich. Man stelle sich nur vor, jede Verkaufskette würde es Kaufhof gleichtun. Dann hätte man de facto ein Verbot ohne ein Verbot. Da kann man ja fast froh sein, dass man im Kapitalismus lebt und die Nachfrage das Angebot bestimmt. Erwachsene Menschen werden sich nicht so leicht das Recht nehmen lassen, Pixelmmännchen und -frauchen abschießen zu dürfen. Dann werden solche Spiele halt woanders gekauft.

Übrigens vertreibt Galeria Kaufhof weiterhin Filme ab 18. Alles also nur eine billige PR-Aktion? Scheint so.

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Nicht suizidgefährdet!

16. März 2009 · 1 Kommentar

Berichte über meinen Todeswunsch sind stark übertrieben. Ich sehe mich aufgrund folgenden Dialogs zu dieser Richtigstellung gezwungen:

Katja H.: “Wieso will denn keiner in meinem Auto mitfahren?”

Mark S.: “Ich hab’ doch keine Lust zu sterben!”

Katja H.: “Aber Dirk schon, oder?”

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Geständnis

14. März 2009 · Keine Kommentare

Nach langem Ringen mit mir selbst, muss es nun endlich raus. Ich gestehe: Ja, ich bin ein Killerspieler! Und ja, Far Cry (den besseren ersten Teil) und Counter-Strike habe ich auch mal gespielt. Ich hoffe, dass das jetzt keine ernsthaften gesellschaftlichen Konsequenzen nach sich zieht und meine Freundinnen und Freunde und meine Verwandten und Bekannten nachdem sie das hier gelesen haben, in die Augen schauen können. Heutzutage scheint man schließlich sehr verdächtig zu sein, wenn man so etwas auf seinem PC installiert hat.

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Warum?

9. März 2009 · Keine Kommentare

Warum heißen Anrufbeantworter eigentlich Anrufbeantworter? Die antworten doch gar nicht. Versteh’ ich nicht. Viel passender wäre doch Anrufentgegennehmer oder so.

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